Brunnenstatue vor der Spitzer Kirche

Vor der Pfarrkirche St. Mauritius in Spitz steht ein barocker Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, der ursprünglich mit drei Figuren geschmückt war. Diese Figuren wurden nach ihrem Stifter, dem Weingutsbesitzer Supperer, als die „Supperer Weiber“ bezeichnet. 1959 wurden sie bei einer Veranstaltung der Winzergenossenschaft ausgerechnet mit einer riesigen Glasflasche überstülpt, wobei die historischen Figuren schwer beschädigt wurden. Sie mussten entfernt werden und verschwanden schließlich aus dem Ortsbild. An ihre Stelle kam später eine barocke Sandsteinfigur aus dem Mayreder-Schlössl in Dürnstein, die eine weibliche Allegorie des Friedens mit einer Friedenspalme darstellt. 2017 wurde die inzwischen ebenfalls stark verwitterte Figur aufwendig restauriert und wieder auf dem Brunnen aufgestellt. Wer heute davorsteht, sieht deshalb nicht nur einen schönen barocken Brunnen, sondern auch ein ungewöhnliches Stück Spitzer Geschichte, das von Weinbau, Stiftungen, einem kuriosen Missgeschick und der Bewahrung historischer Kunst erzählt.